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  • The trembling earth is Gods Herald: Das Erdbeben von Lissabon (1755) und die Theodizeedebatte in der zeitgenössischen Literatur 2005/2006

    "The trembling earth is God"s Herald": Das Erdbeben von Lissabon (1755) und die Theodizeedebatte in der zeitgenössischen Literatur 2005/2006

    30/11/2005 Duración: 29min

    Die Theodizeefrage - die Rechtfertigung eines guten, allgegenwärtigen und allmächtigen Gottes und seiner Schöpfung im Angesicht des Bösen in der Welt - ist eine theologische und philosophische Debatte, die gerade im Angesicht großer Naturkatastrophen, bei denen tausende Unschuldiger ihr Leben lassen, immer wieder aufflackert und erbittert diskutiert wird. Das Erdbeben von Lissabon wird Mitte des 18. Jahrhunderts nicht nur zu einem Kristallisationspunkt dieser Debatte, sondern leitet auch einen philosophischen Paradigmenwechsel ein. War das 18. Jahrhundert bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend vom Optimismus Leibnizscher Prägung beeinflusst, so mehren sich nach dem Erdbeben (literarische) Stimmen, die das Konzept der "quot;besten aller möglichen Welten" skeptizistisch beleuchten oder gar ganz in Frage stellen. Ausgehend von Gottfried Wilhelm Leibniz" Essais de Théodicée (1710) und Alexander Popes Essay on Man (1733/34), den wohl bekanntesten Vertretern des Optimismus, beleuchtet der Vortrag die philosophische und

  • Katastrophenmedizin 2005/2006

    Katastrophenmedizin 2005/2006

    23/11/2005 Duración: 27min

    Der Vortrag beschäftigt sich mit den Konzepten und Kriterien moderner Katastrophenmedizin. Besondere Berücksichtigung finden die unterschiedlichen Strategien ärztlichen Handelns bei Naturkatastrophen, speziell in weniger entwickelten Regionen der Welt, und bei Großschadensereignissen, wie sie sich in jüngster Vergangenheit in Europa ereignet haben. Die Situation in Deutschland angesichts der veränderten Sicherheitslage wird im Hinblick auf Großveranstaltungen (WM 2006) ebenso beleuchtet, wie die momentane taktische Einsatz- und Ressourcenplanung bei möglichen Großschadensereignissen in der Metropolregion Nürnberg.

  • Schreckensbilder - Die Wahrnehmung von Katastrophen zwischen alteuropäischem Fatalismus und modernem Fortschrittsglauben 2005/2006

    Schreckensbilder - Die Wahrnehmung von Katastrophen zwischen alteuropäischem Fatalismus und modernem Fortschrittsglauben 2005/2006

    09/11/2005 Duración: 29min

    Die Erinnerung an das Erdbeben von Lissabon vor über 250 Jahren trifft zusammen mit den Nachrichten über entfesselte Naturgewalten, die uns aufschrecken. Das legt es nahe, zu fragen, wie Menschen früher mit solchen und anderen Katastrophen umgegangen sind: Wie haben sie im christlichen Weltbild des Mittelalters und der frühen Neuzeit auf sie reagiert, was hat der rationale Blick der Moderne daran geändert, und welche Schlüsse lassen sich daraus für unsere Einstellung heute ziehen? Schwere Naturkatastrophen sind in jüngster Zeit in eine hoch technisierte Welt eingebrochen, in der die Verfügung über die Natur selbstverständlich erscheint. Denn auf ihr gründet zu einem wesentlichen Teil die westliche Zivilisation, die heute den Globus bestimmt. Das Vertrauen in die Machbarkeit der Lebensumstände, in eine immer bessere Beherrschung aller möglichen Gefahren hat sich mit der Moderne seit dem 18. Jahrhundert entfaltet. Doch schon im Keim wurde es durch das Erdbeben von Lissabon erschüttert, das im November 1755 E

  • Erdbebenkatastrophen und Tsunamis - vom Lissaboner Erdbeben am 1. November 1755 zur modernen Erdbebenforschung 2005/2006

    Erdbebenkatastrophen und Tsunamis - vom Lissaboner Erdbeben am 1. November 1755 zur modernen Erdbebenforschung 2005/2006

    02/11/2005 Duración: 29min

    Das zerstörerische Erdbeben von Lissabon und der nachfolgende Tsunami ereigneten sich am 1. November vor über 250 Jahren. Das Epizentrum lag im Atlantischen Ozean 200 km südwestlich von Lissabon und das Beben erschütterte ganz Europa und Nordafrika. Nach Schätzungen starben ca. 70.000 Menschen und es wurden bis zu 20.000 Häuser durch das Beben und die nachfolgende Tsunamiwelle zerstört. Dieses "außerordentliche Weltereignis" (Goethe) verwirrte vor allem Philosophen, Naturwissenschaftler und Dichter im Zeitalter der Aufklärung. Die vorherrschende Philosophie des Optimismus wurde durch diese Zerstörungen grundlegend erschüttert. Erklärungen suchte man in der "Gottesstraf" oder verfiel wie Voltaire in Ironie und Sarkasmus - "Wenn dies die beste aller möglichen Welten ist, wie müssen dann die anderen sein". Andere wieder "suchten die Ursachen unter den eigenen Füßen" (Kant) und somit war das Beben von Lissabon Anstoß für viele erdwissenschaftliche Arbeiten, die beim Kampf der "Elemente im Erdinnern" begannen un

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